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Freitag, 01.07.2016

14:15 Uhr – 15:45 Uhr

Kooperation Schule und Bibliothek

Lesen und digitale Medien

Bildungspartner und Lernwelten

Grenzenlose Bibliothek

 

Friederike Mertel, Bettina Haberstroh

Ob als neue bibliothekspädagogische Reihe, Ideengeber, Werkzeugkasten oder Nachschlagewerk – Bibliotheken aus ganz Baden-Württemberg haben die Handreichung „Bibliothek entdecken & erleben. Da staunst du! 38 Module für den Ganztag an Grundschulen“ erarbeitet. A wie Abenteuer, H wie Helden oder Ö wie Ötzi – in diesem Workshop stellen wir Ihnen das Konzept und zahlreiche Module vor und verraten, wie der Wortschlucker jedem Grundschulkind eine „Bibliotheks-Freundschaftsanfrage“ stellt. nach oben

Bettina Harling

Im September 2014 eröffnete die Stadtbibliothek Mannheim das „N³-Bibliothekslabor“ – einen Raum mit vielen Möglichkeiten. Angeboten werden Schreib-, Buch-, Programmier-, Trickfilm- und Hörspielwerkstätten. Es können verschiedene Spielekonsolen und Apps getestet, Ting- und Tiptoi-Stifte ausprobiert, aber auch eigene klingende Bücher erstellt werden. Elektronische Musikinstrumente laden zum Komponieren eigener Musik ein und mit dem 3D-Drucker kann man von der Schraube bis zur Handyhülle alles ausdrucken oder mit 3D-Stiften eigene Entwürfe umsetzen. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die im Rahmen von Schul- und Ferienveranstaltungen, Fortbildungen oder offenen Angeboten teilnehmen können.
Was bisher nur in der Bibliothek möglich war, geht nun an ziemlich jedem Ort innerhalb Mannheims. Für die Idee eines mobilen Bibliothekslabors wurde die Stadtbibliothek 2015 mit dem Idee-BW Preis des Kindermedienlandes ausgezeichnet. Seit April 2016 ist die Stadtbibliothek mit einer knallroten App unterwegs und bringt viele medienpädagogische Angebote und Materialien in die Stadtteile, an Schulen und in Kinder- und Jugendhäuser. nach oben

Melanie Padilla, Linda Roller, Marion Bukowski

Die Stuttgarter Kinderbibliotheken sehen einen Schwerpunkt ihres Auftrages in der Vermittlung von Kinderliteratur und der Förderung von Sprach- und Lesekompetenz in allen Formen. Besonders der selbstbestimmte Umgang mit sowohl analogen wie auch digitalen Medien ist das zentrale Ziel der Vermittlungs- und Veranstaltungsarbeit für Kinder.
Im Vortrag werden Ideen gezeigt, wie Bibliotheken Tablets, Apps und die Programmiersprache Scratch einsetzen können. Welche rechtlichen Aspekte müssen Bibliotheken beachten? Nach welchen Kriterien können digitale „Produkte“ bewertet werden? Wie können diese in die Veranstaltungsarbeit für Kinder und Multiplikatoren integriert werden? nach oben

Frank Raumel

In der Folge des PISA-Schocks 2001 entstand im Medien- und Informationszentrum Stadtbücherei Biberach (MIZ) die Idee, die Leseförderung aus punktuellen Aktionen der „Veranstaltungsarbeit“ in ein strukturiertes und flächendeckendes Netzwerk zu überführen. Dazu sollten alle an der Erziehung von Kindern beteiligten Bildungseinrichtungen sowie die Eltern eingebunden werden.
Nach zehn Jahren kontinuierlichen Ausbaus kann man in der oberschwäbischen Stadt mit 32.000 Einwohnern eine positive Bilanz ziehen: 100 % aller staatlichen und privaten allgemeinbildenden Schulen sowie 84 % aller Kindertagesstätten sind inzwischen ins „NETZWERK LESEN“ eingebunden. In diesem Jahr sollen die restlichen Förderschulen und Kindergärten das NETZWERK LESEN auf 53 Partner aufstocken und vervollständigen. nach oben

Richard Stang

Europaweit werden neue Bildungs- und Kulturzentren im Zusammenspiel von Bibliotheken, Erwachsenenbildung und Kultureinrichtungen gestaltet und gebaut. Es entstehen neue Raumstrukturen für veränderte pädagogische Angebote. Daraus ergeben sich interessante Entwicklungsfelder für Bibliotheken. Im Rahmen des Vortrags werden Einrichtungen und Konzepte vorgestellt. nach oben

Inka Tappenbeck

Neben den klassischen Formaten der Präsenzschulungen und Online-Tutorials zur Vermittlung von Informationskompetenz sind in den vergangenen Jahren an wissenschaftlichen Bibliotheken zahlreiche neue Veranstaltungsformate entwickelt worden: Mit Coffee Lectures, Nächten der aufgeschobenen Hausarbeiten oder auch Roadshows gelingt es, die Nutzerinnen und Nutzer auf neue Weise anzusprechen und für die Bibliothek zu interessieren.
Der Vortrag gibt einen kleinen Überblick über diese Veranstaltungsformen und die Erfahrungen, die in wissenschaftlichen Bibliotheken mit ihrer Durchführung gemacht wurden. Ferner werden Überlegungen vorgestellt, entsprechende Formate auch in Öffentlichen Bibliotheken zu realisieren. nach oben

Andrea Pörner

In Mannheim leben Menschen aus rund 170 Nationen. Seit 2013 werden alle interkulturellen Aktivitäten unter der Marke Colibri (colourful library) zusammengefasst und systematisch erweitert. Das Spektrum reicht von mehrsprachigen Beständen, zweisprachigen Vorlesestunden, Anmeldeinformationen in elf Sprachen über zweisprachige Klassensätze und mehrsprachige Erzählkoffer bis hin zu Sprachcafés. Seit September 2015 kommen Angebote für Flüchtlinge (Medienkisten, Führungen) und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe (spezielle Bibliotheksausweise, Newsletter) hinzu. Die Mitarbeiterschaft wird kontinuierlich durch Fortbildungsveranstaltungen qualifiziert. Im Vortrag werden einige der Angebote näher vorgestellt. nach oben

Bettina Twrsnick

Über das Vorlesen für Kinder in ihrem familiären Umfeld durch Ehrenamtliche sollen sog. „bildungsbenachteiligte“ Eltern erreicht werden, um damit deren bildungsmotivierte Unterstützung ihrer Kinder zu ermöglichen. Dadurch sollen die Kinder entlastet werden, damit Fördermaßnahmen und -programme der Bildungsinstitutionen überhaupt sinnvoll an- und eingesetzt werden können.
Mit dieser Zielvorgabe für ein klares sozialpräventives Profil hebt sich das Projekt „Vorlesen in Familien“ sehr deutlich von den zahlreichen Vorleseprojekten in Deutschland ab, die durchweg auf Lese- und Sprachförderung abzielen. nach oben

Odile Néri-Kaiser

Jedes Leben ist ein Weg und jede Geschichte eine Wanderung durch reale und imaginäre Landschaften. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben Menschen einander Geschichten erzählt. Sie werden zu unsichtbaren Fäden, die Menschen und Kulturen tief verbinden.
Migranten und Flüchtlinge haben ihre Geschichte und bringen Geschichten ihres Landes mit, die sie erzählen. Jeder Mensch verfügt – wie jede Gesellschaft – über ein Gut von Geschichten, mit dem er sich identifiziert, eine Art „innere Heimat“. Werden diese Geschichten lebendig erzählt, schaffen sie gleich Gemeinschaft, sie haben eine integrative Kraft.
Lassen Sie sich bewegen, sich auf den Geschichten-Weg zu machen. nach oben

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Sponsor des 3. Forums Bibliothekspädagogik: