Call for Papers

6. Forum Bibliothekspädagogik
„Bibliothekspädagogik – Mehr als nur ein Marketingbegriff“

Nachdem die Bibliothekspädagogik in den letzten Jahren als ein wichtiges Aufgabenfeld von Bibliotheken etabliert wurde, ist sie nun im Wandel. Heute werden weiterhin für diesen Bereich ausgebildete Fachkräfte gesucht und Fort- und Weiterbildungen angeboten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizieren sollen. Zugleich werden aber bereits bestehende Veranstaltungen und Angebote von Bibliotheken kaum hinterfragt, auch wenn diese oftmals nicht didaktisch fundiert sind oder keinem pädagogischen Konzept folgen. Das Motto des 6. Forum Bibliothekspädagogik lautet daher „Bibliothekspädagogik – Mehr als nur ein Marketingbegriff“ und es will versuchen, die teilweise ausgeprägte Theorielosigkeit der bibliothekarischen Praxis zu beleuchten und Angebote zu machen, wie dies geändert werden kann. Dabei sollen auch erfolgreiche Beispiele aus der Praxis präsentiert werden, die pädagogisch fundiert sind und nach didaktischen Methoden und Zielen konzipiert wurden.

Das 6. Forum Bibliothekspädagogik findet am

17. Januar 2022
– abhängig von der Corona-Situation –
in der Stadtbibliothek Stuttgart

statt und richtet sich an Fachleute aus allen Informationseinrichtungen. Die Tagung wird von Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart gemeinsam mit dem Berufsverband Information Bibliothek e.V. (BIB) und der Stadtbibliothek Stuttgart organisiert. Auch die anderen an der Organisation des Forums beteiligten Hochschulen wie die TH Köln, die HTWK Leipzig und die HAW Hamburg sind wieder inhaltlich am Programm beteiligt.

Aufgrund der immer noch unsicheren Situation steht derzeit noch nicht fest, in welcher Form (Präsenz oder digital) das Forum stattfinden wird. Eine Entscheidung hinsichtlich der Ausrichtungsform fällt im September 2021 und orientiert sich an der zu diesem Zeitpunkt herrschenden örtlichen Corona-Lage. Die Präferenz liegt auf einer Präsenzveranstaltung in der Stadtbibliothek Stuttgart.

Call for Papers

Für die Darstellung von vorbildlichen Projekten und den Austausch von Erfahrungen suchen die Organisatoren noch Einreichungen, anhand derer die methodisch-didaktische Fundierung von bibliothekspädagogischen Angeboten dargestellt werden kann. Die vorgestellten Projekte oder Veranstaltungen sollten bereits durchgeführt worden sein oder demnächst durchgeführt werden.

Es werden daher Projekte und Veranstaltungen von Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken, Fachstellen oder anderen Informationseinrichtungen gesucht, die diese Vorgaben erfüllen. Hierfür stehen insgesamt fünf Slots zur Verfügung, deren Themenschwerpunkte jeweils unterschiedliche Zielgruppen fokussieren. Die Einreichungen sollten sich den Zielgruppen „Erwachsene“, „Management“ oder „Wissenschaftliche Bibliotheken“ zuordnen lassen.

Die Vorstellungen der Projekte finden in separaten Räumen und mit einer Teilnehmer*innenzahl von höchstens 30 Personen statt. Die Projekte und ihre pädagogischen Konzepte sollen innerhalb von ca. 20 Minuten vorgestellt werden.

Einreichungen werden bis zum 3. September 2021 an die E-Mail-Adresse: forumbibpaed@hdm-stuttgart.de entgegengenommen. In der E-Mail sollte das Projekt bzw. die Veranstaltung, sowie das pädagogische Konzept dahinter, vorgestellt werden (Umfang ca. 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen). 

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie diese ebenfalls an die genannte E-Mail-Adresse schicken.

Projektspezifische Perspektiven

Erwachsene (freie Kapazität für ca. 2-3 Projekte):

Veranstaltungen und Angebote für die erwachsenen Nutzer*innen einer Einrichtung können und sollten pädagogisch fundiert sein. Dabei ist die Perspektive des  „Lebenslangen Lernens“ von besonderer Bedeutung. Wichtig ist, dass die Zielgruppe des einzureichenden Projektes Personen ab dem 18. Lebensjahr umfasst. 

Management (freie Kapazität für ca. 3 Projekte):

In diesem Slot wird die Rolle des Managements, im Hinblick auf die erfolgreiche Etablierung einer fundierten Bibliothekspädagogik in einer Einrichtung, näher beleuchtet. Dies ist nicht nur die Aufgabe der zuständigen Mitarbeiter*innen, sondern hängt entscheidend mit der Unterstützung des Managements, vor allem der Bibliotheksleitung, zusammen.

Diese Perspektive beleuchtet die Rolle der Verantwortlichen in  Leitungspositionen, die mit ihren Entscheidungen zum Beispiel den Aufbau einer bibliothekspädagogischen Abteilung oder die Mittelbereitstellung für Veranstaltungen und Angebote ermöglichen. Es soll aufgezeigt werden, dass eine Etablierung oder Professionalisierung der Bibliothekspädagogik nur erfolgreich sein kann, wenn die Leitung diesen Prozess unterstützt.

Wissenschaftliche Bibliotheken (freie Kapazität für ca. 2-3 Projekte):

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Perspektiven beschäftigt sich dieser Schwerpunkt vor allem mit Fragestellungen, die sich in Wissenschaftlichen Bibliotheken ergeben. Die Bibliothekspädagogik hat hier vor allem unter den Stichworten „Informationskompetenz“ oder „Lernraumgestaltung“ eine wichtige Entwicklung genommen. Dies kann von einer Umgestaltung der Lernplätze bis hin zu einer Benutzerschulung reichen, aber auch non-personale Angebote kommen in Betracht.